Link zur offiziellen Bekannmachung durch die Netze Duisburg
Mitteilungstext mit Stand So, 19.07.2026, 00:00:
Trinkwasser in Huckingen wieder uneingeschränkt nutzbar – Vorsorgliche Maßnahmen vollständig aufgehoben
Die Netze Duisburg haben in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt die vorsorglichen Einschränkungen für die Trinkwassernutzung im verbliebenen Vorsorgebereich in Huckingen am Freitag, 17.07.2026, vollständig aufgehoben. Damit kann das Trinkwasser nun wieder uneingeschränkt zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen und Getränken sowie für alle weiteren Anwendungen genutzt werden.
Grundlage für diese Entscheidung sind die Ergebnisse der engmaschigen Untersuchungen der vergangenen Tage. Nachdem die vorsorglichen Maßnahmen für weite Teile des ursprünglichen Vorsorgebereichs bereits zu Wochenbeginn aufgehoben werden konnten, wurden im verbliebenen Bereich seit Dienstag mehr als 100 weitere Wasserproben entnommen und im Labor untersucht. Die Beprobungen haben an drei aufeinanderfolgenden Tagen keine erhöhten Bleiwerte aufgewiesen. Damit liegen nun belastbare Untersuchungsergebnisse vor, die eine vollständige Aufhebung der vorsorglichen Maßnahmen ermöglichen.
Insgesamt wurden im Verlauf der Untersuchungen seit Freitag, 10.07.2026, mehr als 140 Laboranalysen sowie rund 100 Schnelltests durchgeführt. „Unser Ziel war es von Beginn an, die Situation schnellstmöglich und zugleich mit der erforderlichen Sorgfalt aufzuklären. Die nun über mehrere Tage hinweg unauffälligen Untersuchungsergebnisse geben uns gemeinsam mit dem Gesundheitsamt die Sicherheit, auch die verbliebenen Vorsorgemaßnahmen aufheben zu können. Ich danke den Anwohnerinnen und Anwohnern herzlich für ihre Geduld und ihr Verständnis während der vergangenen Tage“, sagt Andreas Massing, Geschäftsführer der Netze Duisburg.
Nach Angaben des Gesundheitsamtes lag zu keiner Zeit einer Messwerte in einem Bereich, in dem eine akute Toxizität, also das Potential einer akuten Bleivergiftung anzunehmen ist. Grundsätzlich beziehen sich Grenzwerte für Blei im Trinkwasser auf eine Menge, bei der auch bei andauernder Aufnahme keine Gesundheitsgefährdung anzunehmen ist. Es handelt sich bei den Grenzwerten nach Trinkwasserverordnung nicht um Grenzwerte, die bei zeitlich begrenzter Aufnahme als gefährdend eingestuft werden. Grenzwerte, die eine akute Bleivergiftung bei zeitlich begrenzter Aufnahme hervorrufen könnten, wurden zu keinem Zeitpunkt festgestellt.
Geprüfte Trinkwasserqualität
Die Ursache für die erhöhten Bleiwerte lässt sich nicht eindeutig und mit Sicherheit aufklären. Das gesamte Trinkwassernetz in der Stadt wird mit mehreren tausend Proben pro Jahr untersucht, so dass tägliche Kontrollen gewährleistet sind. Das in den Wasserwerken aufbereitete Trinkwasser wird fortlaufend und engmaschig untersucht und erfüllt sämtliche Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Wenn also das Trinkwasser das Wasserwerk verlässt, sind darin keine Blei-Bestandteile enthalten.
In der Vergangenheit ließen sich erhöhte Bleiwerte im Bundesgebiet in der Regel auf Bleirohre und -leitungen zurückführen. Im öffentlichen Trinkwassernetz der Netze Duisburg befinden sich jedoch keine Bleileitungen, die als Ursache infrage kommen könnten. Für die Installationen innerhalb der Häuser ist der Eigentümer verantwortlich, seit Januar 2026 sind Bleileitungen auch in Hausinstallationen untersagt. Daher muss als Ursache von einem temporären Fremdeintrag ausgegangen werden. Die Netze Duisburg hatten deshalb sofort technische Maßnahmen ergriffen, zu denen beispielsweise die Trennung von Hausanschlüssen nicht mehr bewohnter Immobilien, Spülungen des Trinkwassernetzes und eine Eingrenzung der Zulaufrichtung über die Hauptleitungen gehört. Da in der Folge alle weiteren Proben keine erhöhten Werte mehr aufwiesen, lässt sich eine Quelle eines möglichen Fremdeintrags kaum lokalisieren.
Durch die sowohl zeitlich als auch räumlich umfassende Beprobung der vergangenen Tage ist gewährleistet, dass das Trinkwasser in gewohnter Qualität zur Verfügung steht. Als weitere und abschließende Vorsorgemaßnahme werden die Netze Duisburg den Bereich auch in den kommenden Wochen und Monaten mit regelmäßigen Stichproben kontrollieren.
Die Ergebnisse der Proben
Grundlage für die Verkleinerung des Vorsorgegebietes sind die Ergebnisse eines umfangreichen Untersuchungsprogramms und der eingeleiteten technischen Maßnahmen. Von Freitag bis Montag, 10. bis 13.07.2026, haben die Netze Duisburg rund 40 Laboruntersuchungen sowie rund 100 Schnelltests in dem Bereich geführt. Bis auf eine einzige Ausnahme konnte dabei keine Überschreitung des geltenden Grenzwertes mehr festgestellt werden. Auch die jüngsten Labor-Untersuchungsergebnisse vom Montagnachmittag, 13.07.2026, bestätigen, dass sich keine Spur von Blei im Trinkwasser nachweisen ließ. Die Messergebnisse sowie die einzelnen Standorte der Probe-Entnahmen lassen sich der Übersichtskarte entnehmen, die per Mausklick vergrößert werden kann.
Parallel zu den umfangreichen Beprobungen haben die Netze Duisburg alle verfügbaren technischen Maßnahmen eingesetzt, um die Ursache einzugrenzen und das Netz zu sichern. Hierzu gehörten beispielsweise die Trennung von Hausanschlüssen nicht mehr bewohnter Immobilien sowie Spülungen des Trinkwassernetzes.
Update vom 17.07.2026 zu weiteren Messergebnissen: Die Netze Duisburg haben am Donnerstag, 16.07.2026, in dem verbliebenen Vorsorgegebiet in 36 Haushalten weitere Proben genommen und im Labor auswerten lassen. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse zeigen: In keiner der Proben lassen sich erhöhte Bleiwerte feststellen. (Diese Werte sind nicht Bestandteil der Karte)
Update vom 16.07.2026 zu weiteren Messergebnissen: Die Netze Duisburg haben am Mittwoch, 15.07.2026, in dem verbliebenen Vorsorgegebiet in 35 Haushalten weitere Proben genommen und im Labor auswerten lassen. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse zeigen: In keiner der Proben lassen sich erhöhte Bleiwerte feststellen. (Diese Werte sind nicht Bestandteil der Karte)
Update vom 15.07.2026 zu weiteren Messergebnissen: Die Netze Duisburg haben am gestrigen Dienstag, 14.07.2026, in dem verbliebenen Vorsorgegebiet in 33 Haushalten weitere Proben genommen und im Labor auswerten lassen. Seit heute Mittag liegen die Ergebnisse vor: In keiner der Proben lassen sich erhöhte Bleiwerte feststellen. (Diese Werte sind nicht Bestandteil der Karte)
Bisherige Updates
Update vom 14.07.2026, 08:50 Uhr
Die Netze Duisburg heben in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt die vorsorglichen Einschränkungen für die Trinkwassernutzung für weite Teile des Vorsorgebereiches in Huckingen mit sofortiger Wirkung auf. Das Trinkwasser kann dort wieder uneingeschränkt zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen und Getränken sowie für alle weiteren Anwendungen genutzt werden.
Aufrechterhalten bleiben die vorsorglichen Maßnahmen als Vorsichtsmaßnahme für einzelne Straßenabschnitte der Dauner Straße und der Bitburger Straße, wo die ersten auffälligen Messwerte festgestellt wurden. Zudem gelten die Beschränkungen weiterhin für ein einzelnes Gebäude an der Remberger Straße (siehe Adressliste unten). Die Netze Duisburg haben die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner heute Morgen darüber schriftlich informiert.
Obwohl auch in diesen Bereichen alle Proben vom Montag befundfrei waren, sollen weitere Proben in den kommenden drei Tagen diese Ergebnisse vom Montag sowie vom Wochenende nachhaltig bestätigen. Sollten auch diese Beprobungen befundfrei sein, werden die Einschränkungen auch für diese Bereiche aufgehoben. Die Versorgung der Anwohnerinnen und Anwohner bleibt für die Dauer über Trinkwasserwagen an der Dauner Straße gesichert.
Update vom 13.07.2026, 14:00 Uhr
Umfangreiche Untersuchungen, Beprobungen und technische Maßnahmen laufen unverändert mit Hochdruck. Ziel ist es, die Ursache schnellstmöglich aufzuklären und die gewohnte sichere Trinkwasserversorgung wiederherzustellen.
Die Ergebnisse der seit Freitag zusätzlich durchgeführten Schnelltests und Laboruntersuchungen liefern bislang ein insgesamt unauffälliges Bild. Bis auf einen einzelnen Messwert wurden keine Belastungen oberhalb des geltenden Grenzwertes festgestellt. Auch Proben außerhalb des eingerichteten Vorsorgebereichs haben keine Erkenntnisse ergeben, die auf Auffälligkeiten außerhalb des definierten Vorsorgebereichs hindeuten. Auch heute nehmen die Netze Duisburg in ausgewählten Bereichen weitere Proben für labortechnische Analysen, zudem laufen weiterhin technische Maßnahmen im Netz.
Die vorsorgliche Empfehlung, das Trinkwasser im definierten Vorsorgebereich nicht zum Trinken oder zur Zubereitung von Speisen zu verwenden, bleibt bestehen. Die Versorgung über die eingerichteten Wasserwagen ist weiterhin sichergestellt. Diese werden weiterhin regelmäßig kontrolliert, ausgetauscht, gereinigt und mit frischem Trinkwasser befüllt.
Update vom 10.07.2026, 17:15 Uhr
Die Netze Duisburg haben im Laufe des Freitags die Untersuchungen zur Ursache der erhöhten Bleigehalte in einzelnen Wasserproben im Bereich Huckingen mit Hochdruck fortgesetzt. Ziel ist es, die Ursache für die externen Einträge schnellstmöglich zu beseitigen.
Im Laufe des Freitags wurden umfangreiche weitere Wasserproben entnommen und labortechnisch untersucht. Dabei wurden auch Proben außerhalb des bislang betroffenen Versorgungsbereichs analysiert. Damit liegen weiterhin keine Erkenntnisse vor, die auf Auffälligkeiten außerhalb des definierten Bereichs hindeuten. Zusätzlich wurden weitere Proben innerhalb des bereits eingegrenzten Bereichs entnommen und ausgewertet, um die Ursachensuche weiter einzugrenzen. Weitere Laborergebnisse werden Anfang der kommenden Woche erwartet.
Parallel dazu wurden verschiedene technische Maßnahmen umgesetzt. So wird das betroffene Gebiet derzeit ausschließlich über eine Zuflussleitung mit Trinkwasser versorgt. Diese Umstellung dient dazu, die Untersuchungen weiter zu präzisieren und die Ursache der erhöhten Bleigehalte besser eingrenzen zu können.
Darüber hinaus identifizieren die Netze Duisburg derzeit ältere, nicht mehr in Betrieb befindliche Hausanschlüsse und trennen diese vorsorglich vom Versorgungsnetz. Damit soll ausgeschlossen werden, dass aus stillgelegten Hausanschlüssen Verunreinigungen in das Trinkwassernetz eingetragen werden können.
Die vorsorglichen Nutzungseinschränkungen gelten weiterhin. Das Leitungswasser sollte im betroffenen Gebiet bis auf Weiteres nicht zum Trinken sowie zur Zubereitung von Speisen und Getränken verwendet werden.
Für alle anderen Anwendungen im Haushalt – beispielsweise zum Duschen, Baden, Händewaschen, Wäschewaschen oder zur Toilettenspülung – kann das Leitungswasser weiterhin uneingeschränkt genutzt werden.
Zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung stehen den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern weiterhin an sechs Standorten Trinkwasserwagen mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser zur Verfügung. Diese werden auch in den kommenden Tagen regelmäßig mit frischem Trinkwasser befüllt.
Die Netze Duisburg arbeiten in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt an der weiteren Ursachenaufklärung und informieren die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner fortlaufend auf dieser Internetseite über den aktuellen Stand.
Erstmeldung 10.07.2026, 9:00 Uhr
Bei Untersuchungen wurden in einzelnen Wasserproben im Versorgungsgebiet der Netze Duisburg im Bereich Huckingen erhöhte Bleigehalte festgestellt. Die Ursache konnte bislang noch nicht eindeutig lokalisiert werden. Aus Vorsorgegründen wurden deshalb in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Anwohnerinnen und Anwohner in dem betroffenen Bereich informiert und um eine vorübergehende Einschränkung der Nutzung des Leitungswassers zum Trinken sowie zur Zubereitung von Speisen und Getränken gebeten.
Die Netze Duisburg untersuchen das Versorgungsgebiet derzeit durch zusätzliche Wasserproben und technische Maßnahmen, um die Ursache schnellstmöglich zu identifizieren und zu beseitigen.
Für andere Nutzungen im Haushalt – beispielsweise zum Duschen, Baden, Händewaschen, Wäschewaschen oder zur Toilettenspülung – kann das Leitungswasser weiterhin uneingeschränkt verwendet werden.
Zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung werden an mehreren Standorten im betroffenen Gebiet Trinkwasserwagen aufgestellt. Dort steht kostenlos einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung.


